Das Jubiläum umrahmen wir durch ein Festwochenende, welches Anfang Juni stattfindet:
Donnerstag, 07.06.2012: Projekttag für Schulen
"Es war doch erst gestern ..."
Aktive Geschichtswerkstatt im ehemaligen Grenzgebiet
Freitag, 08.06.2012: Filmvorführung "Das geschleifte Dorf"
Samstag, 09.06.212: "Generationentag"
Sonntag, 10.06.2012: Offizieller Festakt zum Jubiläum
Hintergrund:
„Aktion Ungeziefer“ war ein Tarnname einer vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR vorbereiteten und von der Volkspolizei durchgeführten Zwangsumsiedlungsaktion, in deren Verlauf zwischen Mai und Juni 1952 von der Staatsführung als „politisch unzuverlässig“ eingeschätzte Bürger mit ihren Familien zwangsweise von der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere umgesiedelt wurden. Grundlage und Auslöser dieser Aktion war die vom Ministerrat am 26. Mai 1952 beschlossene „Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands“. Offiziell wurde die „Festigung“ der innerdeutschen Grenze als Ziel genannt.
Vielfach stellten Bürger sich dieser Zwangsmaßnahme entgegen, so dass die Umsiedlung nur unter Einsatz von Verstärkungskräften und um einige Tage verzögert stattfinden konnte. Die Streufdorfer Einwohner wehrten sich massiv gegen die Zwangsevakuierung.
Betroffene erzählen, dass sie samt Hab und Gut auf einen Güterwagen der Bahn regelrecht verladen wurden, sie losfuhren, ohne ein Ziel zu kennen. Angekommen, wies man ihnen eine Wohnung oder ein Haus zu, welches keineswegs wertmäßig dem entsprach, um das man sie gebracht hatte.
